Warum Maja Schmitt einen Freiwilligendienst gemacht hat
Interview
Motiviert hat mich, dass ich durch einen Freiwilligendienst die Möglichkeit hatte, in einen beziehungsweise sogar mehrere soziale Berufe zu schnuppern und mich nicht gleich für eine Ausbildung oder ein Studium entscheiden zu müssen.
Ein weiterer Punkt für einen FWD war damals, dass ich dann erstmal ein Jahr Pause von Schule, Hausaufgaben und Prüfungen hatte ;)
Und speziell in meinem Fall hatte ich mir damals gewünscht, Gebärdensprache zu lernen und mit Muttersprachlern zu gebärden. Da es dann geklappt hat, mein FSJ am Zentrum für Hörgeschädigte zu machen, hat mich das zusätzlich nochmal sehr gefreut und motiviert.
- Für welche Einsatzstelle hast Du Dich entschieden und warum?
Ich hatte mich für die heilpädagogische Tagesstätte am Zentrum für Hörgeschädigte (HPT ZFH) entschieden. Zum einen wollte ich eher nicht in die Pflege oder in die Schule, zum anderen wollte ich in den Bereich Kinder und Jugendliche. Da hat mir dann eine Tagesstätte sehr gut gefallen.
Des Weiteren hatte ich den Wunsch gehabt, Gebärdensprache zu lernen und mehr über Menschen mit einer Hörschädigung und wie sie damit leben zu erfahren. Durch ein FSJ am Zentrum für Hörgeschädigte konnte ich sehr viel über Gehörlosenkultur sowie die Grundkenntnisse der Gebärdensprache lernen.
- Was hat Dir am meisten Spaß gemacht bei deiner Tätigkeit?
Am meisten Spaß gemacht hat es mir, mit den Kindern gemeinsam zu spielen; also Lego spielen, Turm bauen, malen, basteln, Kartenspiele und Brettspiele, fangen, verstecken. Besonders gefallen hat es mir bei den Kindern im Vorschulbereich bzw. Kindergartenalter. Auch auf Ausflüge zu gehen hat mir immer sehr viel Spaß gemacht.
- Welche Herausforderungen hast du im Alltag erlebt?
Herausfordernd war zum Teil der hohe Lautstärkepegel, der auf die Dauer anstrengend sein kann. Außerdem war es auch eine Herausforderung den Kindern Grenzen zu setzen, zum Beispiel wenn sie Quatsch gemacht haben.
- Welche neuen Fähigkeiten oder (Er-)Kenntnisse hast du während deines FWD erworben?
Mir fällt es mir jetzt leichter in verschiedenen Situationen einfühlsam zu reagieren oder in schwierigen Situationen Grenzen zu setzen.
- Hat der FWD deine beruflichen oder persönlichen Pläne beeinflusst?
Ja, während dem FWD habe ich gemerkt, dass ich mir sehr gut vorstellen kann, im sozialen Bereich arbeiten zu wollen und habe mich dann letztendlich für eine Ausbildung zur Ergotherapeutin entschieden.
- An was wirst Du Dich auch noch lange nach Deinem Freiwilligendienst erinnern?
Besonders erinnern werde ich mich immer an die Seminare und an all die tollen Erlebnisse mit den anderen FSJ-lern und Teamern dort. Wir haben viele coole Gruppenaktivitäten gemacht und ich habe jedes Mal ganz viel aus der Seminarwoche mitgenommen.
Auch werden mir einige besondere Momente, die mich gerührt haben, mit Kindern auf der Arbeit oder mit Arbeitskollegen immer in Erinnerung bleiben.
- Welche Tipps würdest du zukünftigen Freiwilligen geben?
Das Wichtigste: Genieß es!!
Und wenn es etwas gibt, was dich stört, sei offen und ehrlich und sprich es an. Man findet immer eine Lösung:)
(FSJ-Jahrgang 2023/2024)